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Zufriedenheitsstudie Zahnmedizin

Hier ein kurzer Einblick, der auch in der DENTALfresh 2006 #1 veröffentlicht wurde.

Die komplette Studie als PDF kann auf dieser Seite als personalisiertes PDF von jedem registriertem Studenten der Zahnmedizin heruntergeladen werden.

Weiterhin ist ein Großteil der Daten schon in den Steckbriefen der Universitäten erfasst.

ZuZa 2005 - Die erste bundesweite Umfrage zur Studiensituation und Zufriedenheit der Zahnmedizinstudierenden in Deutschland (ZuZa), ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der MLP Finanzdienstleistungen AG, Heidelberg.

Eines ist sicher – die Universitäten sind für die Studierenden da und nicht umgekehrt! Seit Erscheinen des ersten "Uni-Rankings" für Zahnmedizin, welches im Jahr 2003 vom CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) durchgeführt und damals im Magazin "Stern" veröffentlicht wurde, kam bei Treffen der Fachschaftsvertreter immer wieder die Idee auf, eine eigene Umfrage durchzuführen, die sich weniger auf die Informationen der Fakultäten bezieht, sondern ausschließlich die Sichtweise der Zahnmedizinstudenten in Deutschland widerspiegelt.

Denn seien wir doch ehrlich: Abgesehen davon, dass den Fakultäten daran gelegen ist, durch ihre Antworten möglichst gut abzuschneiden, ist eine gute Relation zwischen Studierenden und Dozenten oder eine gute technische Ausstattung der Klinik noch kein Garant dafür, dass sich die Studierenden an der jeweiligen Zahnklinik wohl fühlen und mit der Ausbildung tatsächlich zufrieden sind.

Es galt also festzustellen, wie sich die Situation an den deutschen Universitätszahnkliniken aus Sicht der Studierenden darstellt. Zu diesem Zweck wurden Ende vergangenen Jahres 1.580 persönliche Interviews geführt, ca. 30 Vorkliniker und 30 Kliniker pro Uni-Standort. Die 20- bis 30-minütigen Interviewswurden von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut unter der Aufsicht des BdZM und der Fachschaften vor Ort durchgeführt und nach gültigen Erkenntnissen der Kundenzufriedenheitsforschung ausgewertet.

Spätestens seit der Diskussion um Studiengebühren und leistungsorientierte Mittelvergabe müssen sich nämlich auch die Unis damit abfinden, dass der Kunde "Student" einen Anspruch an die (Lehr-)Leistungen der Fakultät hat und seine Zufriedenheit und Loyalität von der Erfüllung dieser Ansprüche abhängt.

Bei den Belastungen, die ein Studium der Zahnheilkunde mit sich bringt – finanziell wie zeitlich – ist niemand mehr bereit, sich mit schlechter Lehre, unmotivierten Dozenten oder unzumutbaren Arbeitsbedingungen in den Laboratorien abzufinden.

Es ist weiterhin klar, dass der Konkurrenzdruck zwischen den Standorten, auch angeheizt durch politische Themen wie "Eliteunis" etc., stetig zunimmt und durch die Forderungen des Wissenschaftsrates nach mehr Forschung und Schließung kleiner und "unproduktiver" Universitätszahnkliniken der Verteilungskampf um die letzten zu Verfügung stehenden Mittel bereits entbrannt ist.

Der BdZM will mit dieser völlig neuen Studie keinesfalls Öl ins Feuer gießen, sondern einfach einmal die Gruppe zu Wort kommen lassen, um die sich die Bemühungen eigentlich drehensollten, nämlich die Zahnmedizinstudierenden in Deutschland – euch also! Es war viel Arbeit, doch es hat sich gelohnt – die erste bundesweite Studie darüber, wie zufrieden ihr, die Studierenden der Zahnheilkunde in Deutschland, mit eurer Uni seid, ist abgeschlossen.

Bezüglich des Gesamtrankings haben wir uns darauf geeinigt, die Universitäten in drei klar getrennte Gruppen zu unterteilen – vorbildliche, durchschnittliche und pflegebedürftige Standorte. Die Daten,welche diesem Gesamtranking zu Grunde liegen, sind natürlich viel detaillierter. Exemplarisch haben wir für euch in dieser Ausgabe noch die aufgeschlüsselten Ergebnisse zu den Themenbereichen "Vorlesungen", "Uni-Infrastruktur", "Image der Universität" und "Praktische Lehrveranstaltungen" aufgeführt.

Außerdem den wohl kritischsten Punkt: Die durchschnittlichen Kosten für anzuschaffende Materialien und Arbeitsgeräte während der gesamten Studiendauer am jeweiligen Standort. Hierbei fallen die enormen Unterschiede zwischen den Universitäten besonders ins Auge und angesichts einer Schwankungsbreite von über 10.000€ kann man sicherlich fordern, dass die finanziellen Belastungen der Studierenden in Hannover, Ulm, Köln, Würzburg usw. dringend auf ein erträgliches Maß gesenkt werden müssen.

Wir können weiterhin festhalten, dass die bundesweiten Durchschnittswerte zum Beispiel bei "Vorlesungen" und "Praktische Lehrveranstaltungen" mit 33,95% bzw. 32,78% wirklich erschreckend niedrig sind – es bedeutet schließlich nichts anderes als dass gerade mal ein Drittel der Studierenden eindeutig zufriedenmit den angebotenen Lehrveranstaltungen der Zahnheilkunde ist.

Auch hier besteht dringender Bedarf zu Verbesserungen – gute Vorlesungen sind übrigens nicht abhängig davon, wie viele finanzielle Mittel eine Klinik zu Verfügung hat – somit kann dieses Argument nicht als Ausrede verwendet werden.

Es muss viel getan werden und der BdZM hofft, dass durch diese Studie nicht nur den zukünftigen Zahnmedizinstudierenden eine Entscheidungshilfe an die Hand gegeben wird, sondern vor allem die Verantwortlichen an den pflegebedürftigen Universitäten darüber nachdenken, durch welche Maßnahmen die Zufriedenheit ihrer Studierenden nachhaltigverbessert werden kann.

Wir unterstützen die Initiative "2 Klicks für mehr Datenschutz" des Heise Verlags.

Exklusiv für alle zahnis


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