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Praktisches Vorgehen bei der Alginatabformung

Als Träger für des Alginatabformmaterials wird ein Abformlöffel benötigt.

Es stehen konfektionierte Abformlöffel für vollbezahnte, teilbezahnte und unbezahnte Kiefer zur Verfügung. Diese sind in unterschiedlichen Größen, die auf dem Löffelgriff angegeben sind, und in verschiedener Ausführung erhältlich.

Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen Löffeln aus Metall und solchen aus Kunststoff sowie glattwandigen und perforierten Löffeln.

Metalllöffel
haben den Vorteil, dass sie sterilisiert werden können.

Kunststofflöffel
dagegen sind in der Regel nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt und haben darüber hinaus den Nachteil, häufig nicht genügend starr beziehungsweise verwindungssteif zu sein.

Da das Alginat nicht an der Löffelwand haftet, muss der Abformlöffel mechanische Retentionen aufweisen. Besonders geeignet für Alginatabformungen sind die mit einem Metallwulst am Löffelrand versehenen Rim-Lock-Löffel. Es können aber auch einfache glattwandige Metalllöffel verwendet werden, die mit einem für Alginate geeigneten Adhäsiv versehen sind.

Weiterhin sind spezielle Adhäsive im Handel erhältlich, um zusätzlich zur mechanischen Haftung auch noch eine chemische Haftung zwischen Alginat und Löffelwand zu erzielen.

Perforierte Abformlöffel
Bei perforierten Abformlöffeln darf sich das Abformmaterial bei der Entnahme aus dem Mund nicht aus der Perforation ziehen, da ein Reponieren schwierig ist.

Allgemeines
Beim Auswählen der Löffelgröße ist darauf zu achten, dass der Löffel groß genug ist. Die Alginatschicht zwischen Löffelwand und abzuformendem Objekt muss überall mindestens vier Millimeter betragen, sonst kommt es beim Entfernen des Abformmaterials aus Unterschnitten zur plastischen Verformung der Abformung.

Ist der Löffel in der Breite passend aber in der Länge zu kurz, was vor allem bei Unterkieferlöffeln mitunter der Fall ist, kann er mit Kunststoff verlängert werden.


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