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Trennung von Forschung und Bildung endlich beseitigt

Bild: Freerangestock / Jack Moreh

Nachdem die designierte Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, ihre Mannschaft für die zukünftige EU-Kommission sowie den Zuschnitt der Ressorts vorgestellt hat, erklärte Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK): „Erstmals seit 1999 werden die Bereiche Bildung und Forschung wieder zusammengeführt und der Koordinierung einer Kommissarin für Innovation und Jugend, Marija Gabriel unterstellt. Aus der Aufgabenbeschreibung, dem „mission letter“, an die designierte Kommissarin wird deutlich, dass Frau von der Leyen die engen Bezüge zwischen Bildung, Forschung und Innovation genutzt wissen will."

"Die HRK hat sich in den letzten Jahren vehement für eine Gesamtstrategie eingesetzt, die den Hochschulen als Schnittstellen zwischen Bildung, Forschung und Innovation gerecht wird. Die Behandlung dieser Teilbereiche durch unterschiedliche Generaldirektionen war für die europäische Hochschulpolitik alles andere als förderlich.

Besonders erfreulich ist, dass das Programm zur Schaffung Europäischer Hochschulnetzwerke ausdrücklich als eine Priorität der von der Leyen-Kommission benannt wird und damit die Exzellenz und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen vorangetrieben werden soll. Wir hoffen sehr, dass das Programm künftig entsprechend finanziell ausgestattet wird und das ganze Portfolio von Hochschulaktivitäten gefördert wird, darunter insbesondere auch eine strategische Vernetzung von Forschung und Innovation zur Profilbildung der Netzwerke.

Ein wenig problematisch scheint mir der Name des neuen Ressorts „Innovation und Jugend“. Er kann suggerieren, dass Bildung und Forschung stärker dem unmittelbaren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen unterstellt werden sollen. Forschung und Bildung sind jedoch langfristige Investitionen, die eine Fülle von gesellschaftlichen Wirkungen entfalten können. Deshalb muss es auch Sorge bereiten, dass in der Aufgabenbeschreibung für die neue Kommissarin der Europäische Forschungsrat als Leuchtturm europäischer Forschungsstärke keine Erwähnung findet. Offenbar ist die Grundlagenforschung nicht ausreichend im Blick, obwohl sie eine wichtige Basis für die Gewinnung neuen Wissens und damit für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas ist.“

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