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Universitäre Spitzenmedizin lebt von Vielfalt und Toleranz

Pflegedirektor M. Huppertz, Hebamme V. Duca, Ärztl. Dir. Prof. KW Jauch
Bild: Klinikum der LMU München

Die mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums der LMU München kommen aus 116 Ländern. Dabei sind - der ehrenamtliche Bereich eingeschlossen - alle Altersgruppen zwischen 15 und 80 Jahren vertreten. Insgesamt 181 verschiedene Berufsgruppen sind am Klinikum vertreten. Auch hinsichtlich geschlechtlicher Orientierung, Alter, religiöser und kultureller Zuordnung gibt es eine große Vielfalt unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Hebamme Valentina Duca ist das Gesicht des Klinikums der LMU München bei der bundesweiten Uniklinika-Kampagne

„Wir sind Vielfalt“ zum 7. Deutschen Diversity-Tag

„Gerade diese Vielfalt ermöglicht es uns, gemeinsam komplexe Probleme und Herausforderungen in einer globalisierten Welt zu lösen. Die heutigen Herausforderungen in der Medizin und generell in der Wissenschaft sind nur zu meistern, wenn man gemeinsam an Lösungen arbeitet“, sagt Prof. Dr. Karl-Walter Jauch, Ärztlicher Direktor des Klinikums der LMU München. „Universitäre Spitzenmedizin lebt von Vielfalt und Toleranz.“

Das Gesicht der Kampagne im LMU Klinikum

In der Patientenversorgung des Klinikums sind Vielfalt und Toleranz tägliche Routine. Valentina Duca, Hebamme am Campus Großhadern, schildert ihre Erfahrungen. „An der Universität Politecnica delle Marche in meiner Heimatstadt Ancona habe ich ein dreijähriges Hebammen-Studium gemacht. Weil es in Italien schwierig ist, nach der Ausbildung eine Stelle zu finden, konnte ich mir vorstellen, auch im Ausland zu arbeiten, in England oder Deutschland.“ Der Einstieg war für die damals 24-Jährige nicht leicht, aber gemeinsam mit den Kolleginnen hat es geklappt. „Für mich war die Sprache der Schlüssel zum Ankommen. Am Anfang war ich sehr reserviert, weil ich nicht immer das ausdrücken konnte, was ich sagen wollte. Geholfen hat mir, wenn die deutschen Kolleginnen langsamer gesprochen haben, Sachen erklärt und immer wieder wiederholt haben. Wir mussten uns aneinander gewöhnen. Mittlerweile sind wir ein gutes Team, aus Kolleginnen sind Freundinnen geworden. Jetzt, wo ich die Sprache gut beherrsche, kommt auch meine Persönlichkeit raus – und mein Temperament!“

Integration internationaler Pflegekräfte

In der Pflege kommt kein Krankenhaus mehr ohne die gesteuerte und gezielt durchgeführte Akquise von ausländischen Pflegekräften aus. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ausland müssen jedoch intensiv eingearbeitet und integriert werden. „Das Klinikum der LMU München hat mit Care4Culture ein Programm etabliert, das sich, flankierend zum bereits vorhandenen strukturierten Einarbeitungsprogramm, an den individualisierten Bedürfnissen und Ressourcen der ausländischen Beschäftigten orientiert und somit eine Einarbeitungsplanung auf hohem Niveau sicherstellt“, sagt Pflegedirektor Marcus Huppertz. „Das Konzept wurde von der Stabsstelle Pflegewissenschaft unter der Federführung von Professor Inge Eberl erstellt und deckt modular alle Wissensfelder der Pflege, auch unter Beachtung der damit in Zusammenhang stehenden kultursensiblen Themen, ab.“

In der internationalen Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege, aber auch in allen anderen Berufsgruppen, spiegelt sich letztlich die Herkunft der Patientinnen und Patienten, die ebenfalls aus aller Herren Länder kommen und unterschiedlichste Bedürfnisse, Ängste und Erwartungen haben. Und auch in der Forschung sowie in der Lehre braucht es ein großes Spektrum an Persönlichkeiten, um exzellente Ergebnisse zu erzielen. „Wir haben der Vielfalt ein Buch mit dem Titel ´100 Geschichten und Porträts von Menschen am Klinikum der LMU´ gewidmet“, ergänzt Jauch stolz. „Darin wird deutlich, welche vielfältigen Talente und Persönlichkeiten bei uns arbeiten.“

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